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Recyclingbeton


Im Rahmen einer nachhaltigen Bauweise gewinnt die Verwendung von rezyklierter Gesteinskörnung zur Herstellung von sogenanntem Recyclingbeton zunehmend an Bedeutung. Der Bedarf an natürlicher Gesteinskörnung kann damit vermindert und die Ablagerung von mineralischem Rückbaumaterial in Deponien vermieden werden.

Im Interesse der Schonung von natürlichen Rohstoffressourcen und eines sparsamen Umgangs mit dem nur begrenzt zur Verfügung stehenden
Deponieraum sollten mineralische Bauabfälle nach Möglichkeit wieder verwertet werden (Schliessen des Materialstoffkreislaufs).
Hierfür bietet der Recyclingbeton ein Möglichkeit.



Recyclingbeton steht für Ressourceneffizienz

In jedem Neubau kann künftig ein Stück einer abgerissenen Brücke oder eines anderen abgerissenen Betonbaus stecken – zumindest in großen Städten wie Stuttgart. Im Abbruch steckt viel mineralisches Material, das viel zu schade für die Deponie ist. Anstatt Splitt aus Steinbrüchen zu holen, setzen die beiden Holcim Betonwerke im Stuttgarter Neckarhafen und in Kirchheim/Teck Recycling-Material aus mineralischen Baustoffen zur Betonherstellung ein. „Das ist in diesen Werken für uns inzwischen Standard“, sagt Hagen Aichele, Leiter der Region Stuttgart bei Holcim.

Holcim nimmt in der Region Stuttgart mit der Herstellung von ressourcenschonendem Beton, kurz R-Beton, eine Vorreiterrolle in der Transportbetonbranche ein. Die Idee, R-Beton in den Transportbetonwerken Stuttgart und Kirchheim zum Standardprodukt zu machen, war naheliegend, weil sowohl die Rohstoffe, d. h. das Abbruchmaterial, als auch der Lieferant für rezyklierte Gesteinskörnung „vor der Haustür“ liegen. Ansonsten müsste Splitt aus größerer Entfernung angefahren werden. Ausschlaggebend für den dauerhaften Erfolg von R-Beton ist die Gewährleistung einer kontinuierlich hohen Qualität. Diese lässt sich nur mit entsprechend hochwertiger rezyklierter Gesteinskörnung erreichen. Mit der Firma Feess aus Kirchheim/Teck wurde ein innovativer Partner gefunden, welcher alle Ansprüche erfüllt und auch eine perfekte Logistik besitzt. Die RC-Gesteinskörnungen der Firma Feess werden konstant geliefert und sind frei von Verunreinigungen wie beispielsweise Bitumen, Kunststoff oder Holz.

Um in der Bauwelt auf Akzeptanz zu stoßen, muss R-Beton dieselben Ansprüche erfüllen wie herkömmlicher Beton. Die Herausforderungen liegen darin, dass die Produktion von R-Beton einem deutlich höheren Überwachungsaufwand unterliegt als die Produktion von Beton mit ausschließlich natürlicher Gesteinskörnung. Gemäß DAfStb-Richtlinie des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton muss Beton mit rezyklierter Gesteinskörnung in der Produktionskontrolle zusätzlich geprüft werden. Davon abgesehen ist für die Lagerung der rezyklierten Gesteinskörnung ein separates Silo erforderlich. Hagen Aichele: „R-Beton entspricht selbstverständlich allen Regelwerken und ist im Hochbau wie auch bei anderen Einsatzgebieten eine ernstzunehmende Alternative zu herkömmlich hergestelltem Beton.“





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