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Zentralschweizer Kehrichtverbrennungsanlage Perlen, Luzern, Schweiz

Energie aus Abfall


Zentralschweizer Kehrichtverbrennungsanlage Perlen Strength. Performance. Passion. Die Kehrichtverbrennungsanlage Perlen wird mit ihrer Inbetriebnahme Mitte 2015 zum grössten Kraftwerk des Kantons Luzern werden. Die aus dem Abfall der Zentralschweizer Kehrichtverbände gewonnene Energie wird die unmittelbar benachbarte Papierfabrik Perlen mit Dampf versorgen und ausserdem Strom für 38 000 Haushalte erzeugen. Die beim Bau verwendeten Betone hatten sehr hohen technischen und ökologischen Anforderungen zu genügen.

Projektbeschreibung
Die Kehrichtverbrennungsanlage Luzern hat das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, zudem ist ihre Kapazität für die Zentralschweizer Abfälle zu klein. Der Neubau löst diese Probleme und hat in der Papierfabrik Perlen auch gleich den idealen Abnehmer für die beim Verbrennen der Ab fälle entstehende Wärme gefunden. Die unmittelbare Nähe der Betriebe erlaubt einen hohen Wirkungsgrad bei der Versorgung der Papierfabrik mit Dampf.







Am Bau Beteiligte

Bauträgerschaft
Renergia Zentralschweiz AG, Perlen
Planung
Bau Ramboll AG, Zürich/Kopenhagen (Generalplaner), Fiedler Beck Ingenieure AG, Hamburg (Gesamtplaner Bau), Basler&Hofmann Innerschweiz (Tragwerk)
Ausführung
Implenia Schweiz AG
Beton
Holcim (Schweiz) AG



Holcim Leistungen

Herstellung und Lieferung sämtlichen Betons (rund 30 000 Kubikmeter)

Aufbereitung von sieben Betonrezepturen

Lieferung von gebrochenem Betonkies vom Holcim Werk in Brunnen

Planung und Durchführung der Erstprüfung

Unterstützung beim Erstellen des Kontrollplans für die Betonbauteile





Anforderung
Die vor Ort platzierte Betonanlage musste die Baustelle mit sehr verschiedenen Betonen beliefern. Die ökologische Zielsetzung des Bauherrn verlangte den Einsatz von Recyclingbeton, wo dies technisch möglich war, was immerhin zwei Drittel des Betonvolumens betraf. Die Betonanlage stellte aber auch einen Spezial beton für die besonders ausgesetzten Bereiche der Kehrichtbunker her. Verlangt waren hier die seltenen Expositionsklassen XA3 für starken chemischen Angriff und XM3 für starken Verschleiss.



Umsetzung
Die Anforderung an den chemischen Widerstand liess sich mit dem Zement Robusto 4R-S, der einen entsprechend resistenten Beton ergibt, gut abdecken. Die wegen der Stahlklauen der Kehrichtgreifer geforderte Verschleissfestigkeitsklasse hätte da gegen nur mit einer von weit her zu beschaffenden, speziellen Gesteinskörnung erzielt werden können. Mit dem Aufbringen einer 50 mm dicken Opferschicht wurde dieser Anforderung ohne weite Transportwege Genüge getan. Schliesslich sollten nicht nur rezyklierte Baustoffe eingesetzt werden, die Bauherrschaft verfolgte auch klare Emissionsziele. Auch dabei leistete der Robusto 4R-S aufgrund seiner stark reduzierten CO2-Bilanz einen wichtigen Beitrag. Dies gilt ebenso für den bei sämtlichen anderen Bauteilen verwendeten Optimo 4. Die Zemente gelangten im Weiteren alle per Bahn auf die Baustelle.


Technische Daten zum Bunkerbeton

Druckfestigkeitsklasse
C35/45
Expositionsklassen
XA3, XC4, XD2, XF1, XM3
Grösstkorn
Dmax16
Chloridgehaltsklasse
Cl 0,10
Konsistenzklasse
SCC SF
Zement
Robusto 4R-S



Technische Daten zum Recyclingbeton

Druckfestigkeitsklasse
C30/37, RC25 Ercm
Expositionsklassen
XC4, XF1 (CH)
Grösstkorn
Dmax32
Chloridgehaltsklasse
Cl 0,10
Konsistenzklasse
C3