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Büro-/Geschäftshaus

Westumfahrung Zürich, Schweiz

Umschlagplatz Filderen


Die Westumfahrung Zürich ist als Verbindung zwischen der A1 (Zürich – Bern) und der A3 (Zürich – Chur) sowie der künftigen A4 Knonaueramt (Zürich – Zentralschweiz) ein Bauwerk von nationaler Bedeutung. Diese Autobahnteilstücke entlasten mehrere Agglomerationsgemeinden vom Pendlerverkehr und die Stadt Zürich vom Transitverkehr.





Zahlen und Fakten

Umsatz
ARGE ca. 250 Mio. CHF
Aushubabfuhr
mehr als 8 Mio. Tonnen
Beton
ca. 1 Mio. Kubikmeter
Sand & Kies
ca. 2 Mio. Tonnen
Personal
22 Mitarbeiter im Schichtbetrieb



Holcim Leistungen

Errichten und Betreiben von fünf mobilen Betonanlagen

Bahnlogistik für Ausbruchmaterial

Bahnlogistik für die Betonproduktion

Betontechnologische Begleitung

Abstimmung Bindemittel für Materialaufbereitung







Installationsarbeiten

Für die drei Tunnelbaustellen Aescher-, Islisberg- und Uetlibergtunnel sowie die multifunktionale Lüftungszentrale und die Brücken im Autobahndreieck Filderen wurde der Umschlagplatz Filderen errichtet und betrieben. Sämtliches Tunnelausbruchmaterial wurde von den jeweiligen Übergabestellen der Bauunternehmer über kilometerlange Förderbänder auf die Zwischendepots und schliesslich zum Tagesdepot des Umschlagplatzes Filderen gefördert. Mit Pneuladern wurden bis zu zwölf Aushubzüge pro Tag verladen, abgefertigt und zum Streckengleis rangiert. Das Errichten und Betreiben von fünf mobilen Betonanlagen gehörte ebenfalls zum Leistungsumfang, den die Holcim gemeinsam mit ihren ARGE Partnern leistete. Die Installationsarbeiten der Förderanlagen wurden durch unseren ARGE Partner AGIR übernommen. Ganz speziell am Transportband mit seinen 1.5 Kilometern Länge war, dass auf beiden Gurten gleichzeitig Material gefördert wurde. Auf dem Obergurt das Tunnelausbruchmaterial zum Verladebahnhof, auf dem Untergurt die Kieskomponenten für die beiden Betonwerke in Landikon. Imposant waren auch die Leistungsvorgaben von 800 Tonnen Stundenleistung für den Kiestransport und über 1'000 Tonnen Stundenleistung für das Ausbruchmaterial

Technische Daten zum Beton:

Munimatt: Drei Betonwerke
Stabibeton
Bahnumschlaganlage mit Gosse und Bandanlagen
Tagesdepot für Ausbruchmaterial
Verladebahnhof
Zwischendepots
Kies-Silierung
Zwei Bahnzement Umschlagplätze
Landikon: Zwei Betonwerke
Multifunktionale Aushubaufgabe
Transportband nach Munimatt mit 1.5 Kilometer Länge
Bahnzementablad 



Bahnlogistik für Ausbruchmaterial

Die Holcim hatte ihre Aushubkippwagen zusammen mit der SBB in einem Wagenpool organisiert. Dieser Wagenpool ermöglichte eine optimale Disposition sämtlicher Kompositionen. Im Falle des Uetlibergtunnels konnten so pro Tag in zwei Schichten bis zu 12 Kompositionen abgeladen werden (ca. 12'000 Tonnen pro Tag). Anschliessend fuhr der Zug ab Baustelle zur Ablagerungsstätte in Hüntwangen. Die Entladestelle der Holcim in Hüntwangen war in 7 Schotten aufgeteilt. In diesen Schotten war eine Kapazität von ca. 3'500 Tonnen Material vorhanden (3-4 Aushubzüge). Anschliessend wurde der Aushub zunächst gelagert und beprobt, ehe er als unbedenklicher, sauberer Aushub bestätigt wurde und für die Wiederauffüllung der Kiesgrube diente. Durch diesen Prozess war sichergestellt, dass nur unbedenkliches Material in die Wiederauffüllung gelangte. Bis zum heutigen Tag wurden alle ehemaligen Kiesabbaugebiete der Holcim als unbelastet anerkannt.
- Total Volumen mehr als 8 Mio. Tonnen
- Spitzenwerte 12'000 Tonnen pro Tag = Abfertigung von zwölf Bahnkompositionen

Materialaufbereitung

Aus den drei Tunnelbaustellen fielen grosse Mengen an Tunnelausbruchmaterial an. Um den Abtransport des Tunnelausbruchmaterials auf Deponien zu minimieren und gleichzeitig die Baukosten zu senken, hat sich der Bauherr für die umweltfreundliche Variante entschieden, das Tunnelausbruchmaterial als Recycling-Baustoff für die nachfolgenden Bauarbeiten wieder einzusetzen. In der Stabi-Anlage wurde das Tunnelausbruchmaterial abgesiebt, anschliessend in einem 3 Kubikmeter Mischer mit dem Bindemittel vermischt und als Stabi-Mischgut bis zum definitiven Einbau in einem gedeckten Depot gelagert. Durch die Beigabe eines geeigneten Bindemittels wurde eine Qualitätsverbesserung erreicht, die den hohen Anforderungen der Bauherrschaft genügten. Die Schwierigkeit lag darin, aus den unterschiedlichen, schwankenden Tunnelausbruchqualitäten, ein auf die Materialeigenschaft abgestimmtes Bindemittel einzusetzen und dieses optimal zu dosieren. Das eingesetzte Bindemittel garantierte eine Festigkeit nach 7 Tagen von >= 2 N/mm2 bei einer Korngrösse von maximal 50 mm Durchmesser. Beim Einbringen des Mischgutes kam es auf den optimalen Einbau-Wassergehalt an. Durch die grosse Erfahrung im Umgang mit Bodenstabilisierungsmassnahmen konnte das Mischgut so eingebracht werden, dass der Abbindevorgang des Mischgutes erst mit der Verdichtung einsetzte. Das garantierte dem Bauunternehmer eine Verarbeitungszeit von ca. 4-6 Stunden. Das hydrophobierende Bindemittel verzögerte den Beginn des Abbindeprozesses, aber nicht die erdunstung des Anmachwassers, weswegen während der Lagerung und des Transportes kein spezieller Schutz gegen den Wasserverlust ergriffen werden musste. - Volumen 6'000 Tonnen
- Tagesspitze 81 Tonnen
- Produkt GEOROC: Doroport TB H, 32,5 E, hydrophobiert

- Æ Verlängerte Standzeit 

Aus den drei Tunnelbaustellen fielen grosse Mengen an Tunnelausbruchmaterial an. Um den Abtransport des Tunnelausbruchmaterials auf Deponien zu minimieren und gleichzeitig die Baukosten zu senken, hat sich der Bauherr für die umweltfreundliche Variante entschieden, das Tunnelausbruchmaterial als Recycling-Baustoff für die nachfolgenden Bauarbeiten wieder einzusetzen. In der Stabi-Anlage wurde das Tunnelausbruchmaterial abgesiebt, anschliessend in einem 3 Kubikmeter Mischer mit dem Bindemittel vermischt und als Stabi-Mischgut bis zum definitiven Einbau in einem gedeckten Depot gelagert. Durch die Beigabe eines geeigneten Bindemittels wurde eine Qualitätsverbesserung erreicht, die den hohen Anforderungen der Bauherrschaft genügten. Die Schwierigkeit lag darin, aus den unterschiedlichen, schwankenden Tunnelausbruchqualitäten, ein auf die Materialeigenschaft abgestimmtes Bindemittel einzusetzen und dieses optimal zu dosieren. Das eingesetzte Bindemittel garantierte eine Festigkeit nach 7 Tagen von >= 2 N/mm2 bei einer Korngrösse von maximal 50 mm Durchmesser. Beim Einbringen des Mischgutes kam es auf den optimalen Einbau-Wassergehalt an. Durch die grosse Erfahrung im Umgang mit Bodenstabilisierungsmassnahmen konnte das Mischgut so eingebracht werden, dass der Abbindevorgang des Mischgutes erst mit der Verdichtung einsetzte. Das garantierte dem Bauunternehmer eine Verarbeitungszeit von ca. 4-6 Stunden. Das hydrophobierende Bindemittel verzögerte den Beginn des Abbindeprozesses, aber nicht die erdunstung des Anmachwassers, weswegen während der Lagerung und des Transportes kein spezieller Schutz gegen den Wasserverlust ergriffen werden musste.

- Volumen 6'000 Tonnen
- Tagesspitze 81 Tonnen
- Produkt GEOROC: Doroport TB H, 32,5 E, hydrophobiert
- Æ Verlängerte Standzeit 

Betontechnologie im Falle des Islisbergtunnel

Die drei Tunnelbaustellen Aescher-, Islisberg- und Uetlibergtunnel benötigten grosse Mengen Beton und dies rund um die Uhr. Der Takt der Betonierarbeiten wurde durch die Tunnelbohrmaschine vorgegeben. Mit einer innovativen, individuell auf die Anforderungen angepassten Rezeptur, wurden optimale Ergebnisse erzielt. Doch auch die Verfahrenstechnik forderte bis dahin noch nie gesehene Betonrezepturen. Die Betonproduktion musste sich in engen Parametern bewegen, denn jeder Beton ist im höchsten Qualitätssegment angesiedelt. Für den Islisbergtunnel standen die Projektingenieure vor dem Problem, dass der verbleibende Raum zwischen Tunnelfirst und Zwischendecke an seiner höchsten Stelle nur noch eineinhalb Meter misst. Dieser Hohlraum wird als Abluftkanal benutzt. Im Falle eines Brandes öffnen Rauchmelder jene Brandklappen in der Zwischendecke, die beim Brandherd liegen, so dass der Rauch sicher über den Abluftkanal abgesaugt werden kann. Da die Zwischendecke jedoch nicht herkömmlich betoniert werden konnte, entschied man sich für einen selbstverdichtenden Beton. Dieser bringt nicht nur arbeitstechnische Vorteile, sondern übernimmt das schwierige Verdichten im spitzen Winkel zwischen Tunnelrand und Tunneldecke automatisch. Für die 25'000 Kubikmeter Beton der Zwischendecke wurde durch den Bauunternehmer eine ca. 25 Meter auskragende Stahlkonstruktion entwickelt. Entlang dieser Stahlkonstruktion wurde die Betonpumpe installiert. So konnten die 10 Kilometer Zwischendecke mit hoher Zuverlässigkeit unter Erfüllung aller Qualitätsanforderungen erstellt werden. 


Betonrezeptur (Zwischendecke) Islisbergtunnel

Lieferant
ARGE UP Filderen
Qualität
B35/25; FT, SCC SIA 162
Zusammensetzung
Normo 4 (CEM l/ 42.5 N)
Hydrolent
100 kg/m3
Gesteinskörnung
0/16 mm
Fliessmittel
1.2%
Luftporenbildner
0.2%
Holcim / HASTAG

Sika




Am Bau Beteiligte

Bauträgerschaft
Baudirektion Kanton Zürich
Ingenieur
Ing. Büro Heierli
ARGE Partner
Agir AG, Frey + Götschi, Holcim (Schweiz) AG, Implenia, Walo Bertschinger