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Büro-/Geschäftshaus

Roche Tower Basel, Schweiz

Spezieller Beton und Zement entwickelt


Im September 2015 wurde in Basel das höchste Gebäude der Schweiz eingeweiht – der Roche Tower. Mit seinen 178 Metern Höhe überragt er den Zürcher Prime Tower um 52 Meter. Der Roche Tower beherbergt nun den Hauptsitz des Pharmakonzerns Hoffmann-La Roche, und ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Dem fertiggestellten Roche Bau 1 soll 2021 der 205 Meter hohe Roche Bau 2 folgen. Mit diesen zwei Neubauten will der Konzern möglichst viele der insgesamt 9.000 Arbeitsplätze am Basler Standort konzentrieren. Zum einen beeindruckt der Büroturm mit seinen 41 Stockwerken durch seine eigenwillige Architektur der Schweizer Stararchitekten Herzog & de Meuron. Zum anderen galt es, die technischen Herausforderungen sowie die Ansprüche an den Beton, an Logistik und Service zu meistern. Hierbei waren vor allem umfassende Fachkenntnisse und eine hohe Produktions- und Lieferkapazität als Anbieter von Komplettlösungen gefragt. 



Spezial-Beton war erforderlich Das Hauptbaumaterial, das für den Roche-Turm verwendet wurde, ist Beton – aber kein gewöhnlicher. Vor allem für die massive Bodenplatte des Fundaments, auf der der Turm steht, sowie für die Kernwände, um die herum der Turm gebaut wurde, waren hohe Anforderungen an die Betone zu erfüllen. Bei der Ausführung der massigen Elemente der Bodenplatte (grösstes Element mit 700 Kubikmeter Beton) durfte die Kerntemperatur im Element 60 Grad Celsius nicht überschreiten. Für die vertikalen Kernwände war eine hohe Festigkeit für die vertikale Lastabtragung gefragt. 

Holcim Leistungen

Entwicklung kundenspezifischer Zement, sowie der damit hergestellten geeigneten Spezial-Beton

zentrale Koordination alles beteiligten Teams durch einee Ansprechperson (Key Accound)

Lieferung durch Zement, Zuschlagstoffen und Transportbeton mit spezifischer Bahn- und Lkw-Logistik


Technischer Balanceakt

Neben den Anforderungen an die Festigkeit und die Hydratationswärme war es erforderlich, die Betone auch in Bezug auf die Verarbeitbarkeit zu optimieren. So musste auf Grund des extrem hohen Armierungsgehaltes das Grösstkorn der Zuschlagstoffe auf 16 Millimeter beschränkt werden. Auch die Pumpbarkeit des Betons bis auf eine Höhe von 178 Meter musste jederzeit gewährleistet sein. Weiter war es die Aufgabe von Holcim, die acht während der Ausschreibung vorgesehenen Betonsorten auf drei Sorten zu reduzieren, damit das Konzept des Baumeisters mit einer mobilen Betonanlage überhaupt realisierbar war. Neben der rein rechnerischen Ermittlung von Kenndaten mit modernsten Softwaretools (Wärmeverlauf, Festigkeitsentwicklung) wurden auch zahlreiche Bindemittelmischungen im Labor auf die gestellten Anforderungen hin getestet. Mit den kundenspezifischen Zementen Holcim 238 und Holcim 227 konnten die hohen Erwartungen schlussendlich vollumfänglich erfüllt werden. Die industrielle Produktion der Bindemittel erfolgte anschliessend auf der Holcim-eigenen Mischanlage in Siggenthal. Das Fazit: Während in den unteren Geschossen der Bauherr bereits die hochwertige Infrastruktur einbaute, wurde die letzte Betonieretappe auf 178 Meter Höhe ohne jegliche Stopfer in der Pumpleitung während der gesamten Rohbauzeit eingebaut.


Das Fundament ragt mit 490 Ankern und 389 Pfählen bis zu 50 Meter ins Erdreich


Auch die Schalungen waren sehr anspruchsvoll


Ausgefeilte Logistik

Eine weitere Herausforderung war, den Spezialzement und die Gesteinskörnung für die Betonherstellung in großen Mengen just-in-time zur Baustelle zu transportieren. Der Auftrag umfasste mehr als 20.000 Tonnen Zement und 110.000 Tonnen Zuschlagstoffe sowie einen Lieferplan, der den Transport von bis zu 1.000 Tonnen Zuschlagstoffen pro Tag vorsah. Zusammen mit den Zement- und Transportbeton-Teams sowie den verschiedenen Werken erarbeitete die Logistik-Abteilung einen massgeschneiderten Produktionsplan und Back-up-Pläne zur Sicherstellung der Baustellenversorgung. Damit war auch der termingerechte Transport per Bahn und per Lkw zu Silos ausserhalb der Stadt sowie für die Lkw-Lieferungen zur Baustelle bei diesem äusserst komplexen Projekt gewährleistet.


Am Bau Beteiligte

Bauherr
Hoffmann-La Roche
Bauunternehmen
ARGE Marti Roche Bau 1 (Marti AG, Zürich und Basel)
Generalplanung
Drees & Sommer, Stuttgart
Architekturbüro
Herzog & de Meuron, Basel
Tragwerkplanung
Weischede, Herrmann und Planer, Stuttgart
Beton/Zement/Zuschlagstoffe
Holcim Kies und Beton



Technische Daten zum Beton

Druckfestigkeit
C30/37, C50/60
Expositionsklasse
XC1
Grösstkorn
Dmax16
Zement
Holcim 238 (Bodenplatte, Decken) CEM II/A-V 52,5R
Gesamtmenge Beton
ca. 55.000m3