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Büro-/Geschäftshaus

Papierfabrik Oberkirch, Deutschland

Optimierte Logistik für Papierproduktion


Platz für kilometerlange Papiere auf Rollen

Die Papierfabrik August Koehler SE im badischen Oberkirch ist eines der wenigen unabhängigen deutschen Unternehmen in der Papierindustrie. Mit modernster Technik produziert das Werk an vier deutschen Standorten rund 500.000 t Papier und zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Thermopapieren und Selbstdurchschreibepapieren. Mit dem Ausbau des Logistikbereiches am Hauptsitz wird die Marktposition weiter gestärkt. Die Papiere mit einer Lauflänge von bis zu 20 km, auf Rollen gelagert, kennt jeder beispielsweise von Registrierkassen und Fahrscheinautomaten. Aufgrund der permanent steigenden Produktion war die Lagerkapazität „von der Rolle“.

Holcim Leistungen

Beratung für den optimalen Zement

Unterstützung bei der Betonrezeptur

Lieferung des Zements

Temperaturverlaufsmessung und Protokollierung



Logistikzentrum mit Hochregallager

Stetig steigende Produktionsmengen führten dazu, dass immer mehr Platz für die Kommissionierung, Lagerung und Verladung der Papiere benötigt wurde. So sollte der Logistikbereich in Oberkirch nachhaltig umgestaltet werden. Ziel der anspruchsvollen Baumaßnahmen war es, optimale Materialflüsse zu erreichen – und das ohne Platz für neu zu bebauende Flächen. Ein aufwändiger Planungsprozess begann. Bestehende Gebäudebereiche wurden überplant, neu strukturiert und umgebaut. So entstand dann auch der Platz für
das Herzstück des neuen Logistikbereiches – das rund 34 m hohe Hochregallager, das heute einen Raum von 112.000 m3 umfasst. Nicht mehr benötige Flächen wurden umweltgerecht zurückgebaut. Die neuen Gebäude entstanden mitten im Werksgelände, bei laufendem Werksverkehr – eine logistische Herausforderung.

Von Grund auf hohe Anforderungen

Zu Beginn galt es, dem hoch anstehenden Grundwasser Herr zu werden. Die Bodenplatte des Hochregallagers – an der tiefsten Stelle des Geländes – musste mit 212 Verpresspfählen mit je 7,50 m Länge gegen einen möglichen Auftrieb rückverankert werden. Um das so genannte Durchstanzen der einzelnen Punktlasten zu verhindern, wurde die Platte entsprechend bewehrt und ihre Stärke mit 70 cm bemessen.


Das Herzstück der neuen Logistik – das Hochregallager, für das erst mal Platz geschaffen werden musste


Rohbau mit Beton-Fertigteilen


Fünf Zemente wurden verarbeitet

Insgesamt wurden für den Rohbau über 6.000 m³ Transportbeton verschiedenster Qualitäten in der Rohbauzeit bis Mai 2014 verbaut. Hierfür wurden Optimo 4 und Optimo 5 eingesetzt. Thomas Hartmann, Bauleiter bei der bauausführenden Firma Rendler, dazu: „Mit dem Betonwerk Renchtal und den verwendeten Zementen von Holcim hatten wir zuverlässige Partner an unserer Seite. So war es beispielsweise eine logistische
Herausforderung in der Woche vor Weihnachten, 1.200 m3 Transportbeton einzubauen, um die eng gesteckten Terminvorgabe realisieren zu können. Auch der Service stimmte: Als sich die Temperaturen dem Frostbereich näherten, war die Firma Holcim zur Stelle, um die Betontemperaturen der 70 cm starken Bodenplatte (3.200 m2, hergestellt in sieben Abschnitten) zu kontrollieren und zu dokumentieren.“

Mit Normo 5R wurden weitere 1.800 m³ Beton für 550 Fertigteile wie Stützen-Fuß-Kombinationen, Filigrandecken oder Massivwände hergestellt. Diese wurden später vor Ort montiert. Um die notwendige Stabilität der Bauteile zu erreichen, wurden circa 1.000 t Bewehrungsstahl, davon etwa 15 t Spannstahl, verbaut. Für das Hochregallager, das im Hochbau aus Stahlteilen erstellt wurde, und weitere Logistikbereiche wurden rund 61.000 m³ Raum umbaut. Damit solch ein Gebäudekomplex entsprechend versorgt und die Abwässer abgeleitet werden können, waren auch umfangreiche Kanal- und Schachtarbeiten notwendig. Die für die einzelnen Haltungen eingesetzten monolithischen Schachtunterteile sowie die notwendigen Betonrohre mit größerem Durchmesser wurden mit Fluvio 4 produziert, die hoch beständigen Schachtteile mit Durabilo 4. Mit dem sehr zufrieden stellenden Ergebnis der Baumaßnahmen ist die Logistik der Papierfabrik Koehler SE wieder für längere Zeit up-to-date.


Am Bau Beteiligte

Bauherr
Papierfabrik August Koehler SE, Oberkirch
Planer
Schweiker Architekten, Oberkirch
Realisierung
Rendler Bauzentrum GmbH, Oberkirch
Betonlieferanten
Betonlieferanten Betonwerk Renchtal GmbH & Co. KG, Oberkirch
Schwarzwälder Beton-Fertigteile-
Werk GmbH & Co. KG, Lahr Betonwerk Bernhard Müller GmbH, Achern



Technische Daten zum Beton

Druckfestigkeitsklassen
überwiegend C30/37
Expostitionsklassen
X0, XC4, XD2, XM, XF4
Konsistenzklasse
F3-F6
Größtkorn
Dmax16
Gesteinskörnung
Rheinsand, Rheinkies
Zement
Normo 5R Portlandzement CEM I 52,5 R
Fluvio 4 Portlandkalksteinzement CEM II/A-LL 42,5 N Optimo 4 Portlandkompositzement CEM II/B-M (T-LL) 42,5 N Optimo 5 Portlandkompositzement CEM II/B-M (T-LL) 52,5 N Durabilo 4 Schieferhochofenzement 42,5 N SR
Frischbetonrohdichte
2.200-2.450 kg/m³
Festigkeitsentwicklung
mittel
Gesamtmenge Beton
ca. 6.000 m3 Ortbeton ca. 1.800 m3 Fertigteile