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Gartenbau

Friedhofsanlage Cham, Schweiz

Kompetenz im institutionellen Bau



Die bisherige Aufbahrungshalle bot der stark wachsenden Gemeinde Cham zu wenig Platz und wurde zudem den heutigen Ansprüchen an eine Bestattung nicht mehr gerecht. Der Gemeinderat schrieb daher im Jahr 2000 einen Studienwettbewerb aus, um diese Situation zu verbessern.


Holcim Leistungen

Beratung Sichtbetonlösung in heller Optik

Vorversuche zur Abstimmung Schalung, Betonrezeptur und
Einbringen des Betons



Projektbeschreibung

Bei der Lösung der gestellten Aufgabe waren die vorgegebene Platzsituation und die unter Denkmalschutz stehende Kirche mit Friedhof zu berücksichtigen. Eine weitere Auflage betraf das alte Aufbahrungsgebäude, das zu erhalten war. Aufgrund dieser Randbedingungen entstand ein Ausführungsprojekt, das die alte Aufbahrungshalle zu einem offenen Besammlungs- und Gedenkraum umnutzte, wozu sich deren zentrale Lage auch besser eignet. Angrenzend an diese umgenutzte Halle und etwas abgeschirmt von den Besucherströmen wurden die neuen Aufbahrungsräume im Sockelbereich der Kirche erstellt. Damit beschnitten die baulichen Eingriffe den Aussenraum in nur geringem Masse und tangierten auch die Friedhofanlage kaum.

Anforderung

Die neuen Aufbahrungsräume sollten den Trauernden die gewünschte Intimität bieten und mit ihrer Materialsprache Bezug auf die Situation nehmen. Aus dieser Überlegung heraus entstand eine einfache und klare Struktur aus glattem und hellem Sichtbeton, die einem liegenden Steinblock gleicht, der Ruhe und Zeitlosigkeit versinnbildlicht. Die in die Wände eingelassenen Ausfachungen aus Eichenholz nehmen Bezug auf das organisch Gewachsene und sorgen für einen warmen Kontrast. Oblichter über den Katafalken lassen das Himmelslicht einströmen, während kleine quadratische Öffnungen in den Holzwänden Lichtpunkte als symbolischen Bezug zur Aussenwelt einfallen lassen. Eine von Holzstegen überbrückte Wasserrinne grenzt die Räume physisch ab und sorgt für ein besinnliches Eintreten.

Umsetzung

Die tragenden Wände sowie die Stützen und Decken wurden vor Ort aus einem Sichtbeton mit glatter Oberfläche erstellt. Um die architektonische Idee des ruhenden Steinblocks umzusetzen, musste ein bindlochfreies Schalsystem verwendet werden. Zudem wurden die Schalflächen mit Sperrholzplatten belegt, um die gewünschte glatte Oberfläche zu erzielen. Da der Beton zudem auch hell sein musste, wurde er mit dem Weisszement Albaro hergestellt. Für eine zusätzliche Aufhellung der Sichtflächen sorgte das Beimischen von Titandioxid. Um die fugenlos und strukturfrei wirkende Schalung, die Betonrezeptur und das Einbringen des Betons optimal aufeinander abzustimmen, wurden auf einer benachbarten Baustelle Vorversuche unternommen. Eine sorgfältige Nachbehandlung, bei der der Beton während der ersten zehn Tage klimatisiert wurde, gewährleistete, dass keine Schwindrisse das beabsichtigte Bild zerstörten.


Am Bau Beteiligte

Bauherr
Einwohnergemeinde Cham
Architekt
Zumbühl + Heggli, Zug
Bauingenieur
Scepan AG, Baar
Betonelemente
Breitenstein, Zug
Beton
Holcim (Cham) AG



Technische Daten

Druckfestigkeitsklasse
C35/45
Expositionsklassen
XC4, XF1
Konsistenzklasse
C3
Grösstkorn
Dmax32
Chloridgehaltsklasse
Cl 0,10
Zement
Albaro 5 (CEM I 52,5 N): 330 kg/m3
Fliessmittel
0,6%
Verzögerer
0,2%
Farbpigmente
10 kg/m3
Verdichtungsmass (Walz)
1,08
Luftporengehalt
1,0%
Frischbetonrohdichte
2442 kg/m3