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Öffentliche Bauten

Eine Wasserwelt nimmt Form an


Der Europa-Park im badischen Rust ist als besucherstärkster deutscher Freizeitpark ein Ort der Superlative – aktuell auch mit einer Baustelle der Superlative. Mitten im Dreiländereck entsteht eine der größten Wasserwelten Europas („Rulantica“). Das angrenzende Themenhotel „Krønasår“ wurde vor kurzem eröffnet. Die Inhaberfamilie Mack investiert rund 180 Millionen Euro in die 450.000 Quadratmeter große Resort-Erweiterung.

Noch braucht es ein wenig Fantasie, sich die Wasser-Erlebniswelt vorzustellen, aber das Eröffnungsdatum steht schon fest: Ab 28. November 2019 kommen Badefreunde im Europa-Park in ihr Element. Bis dahin ist zwar noch einiges zu tun, aber schon jetzt ist der muschelförmige Bau, in dem über ein Dutzend Wasserrutschen entstehen, ein Hingucker. Eine massive Mittelsäule aus Beton trägt die fünf imposanten Dachbinder aus geleimtem Holz. Sie überspannen 87 Meter – in Teilstücken à 40 und 47 Metern. Jeder Dachbinder ist 84 Tonnen schwer.






80.000 Kubikmeter Beton zum Baden

Beton ist auf den ersten Blick kaum sichtbar in der Wasserwelt. Doch ohne die insgesamt rund 80.000 Kubikmeter Beton in zahlreichen Festigkeitsklassen wäre die Erlebniswelt nicht vorstellbar.

Dafür lieferte Holcim 26.000 Tonnen des umweltfreundlichen Portlandkompositzements Holcim Optimo (CEM II/B-M (T-LL)-AZ) an die Betonwerke in Lahr-Kippenheimweiler (Vogel-Bau) und Teningen (Adolf Braun KG).

Die beiden Unternehmen versorgen die Großbaustelle im Europa-Park in einer Liefergemeinschaft. Die Wände und Stützen von Rulantica sowie die einzelnen Fundamente, je zweieinhalb Meter tief und 80 Quadratmeter groß, entstanden aus Beton.
Projektdaten
Bauherr
Europa-Park, Rust
Bauunternehmen
Rendler Bau GmbH, Offenburg Wilhelm Füssler Bau GmbH, Karlsruhe
Planung
Mack Solutions Constructions, Rust Archis, Architekten + Ingenieure GmbH, Karlsruhe BPR Künne & Partner Beratende Ingenieure mbB, Osnabrück
Beton
Vogel-Bau GmbH, Lahr-Kippenheimweiler Adolf Braun KG, Teningen
Zement
Holcim Optimo


Optimale Nachbehandlung sichert rissfreie Bauteile

Betoniert wurde unter den verschiedensten Bedingungen. So machte beispielsweise der Jahrhundertsommer 2018 deutlich, dass auch Beton „verdursten“ kann. Einbautemperaturen von über 30 Grad hatten zu Maximaltemperaturen von bis zu 70 Grad in den Betonbauteilen geführt. Holcim Produktmanager Horst Erler nahm daher vor Ort Temperaturkontrollen beim Einbau vor.

Um Risse durch Temperaturspannungen zu vermeiden, wurden durch optimale Nachbehandlung mit PE-Folie und Wärmedämmmatten die Temperaturen an den Bauteil-Außenseiten konstant bei cirka 55 bis 60 Grad gehalten. Durch gleichmäßiges Abfallen der Temperatur entstanden somit keinerlei Risse an den massigen Bauteilen. „Unser Holcim Optimo erwies sich hier mit Produkteigenschaften wie moderater Wärmeentwicklung, guten Frühfestigkeitswerten sowie geringem Wasser- und Zusatzmittelbedarf als gute Wahl“, sagt Horst Erler.

Starker Beton für kurze Bauphasen
Thomas Renner-Boh, Beauftragter der Geschäftsführung, Projektleitung Rulantica , sieht deutliche Vorzüge von Beton für die individuellen Bauwerke des Europa-Parks: „Wir brauchen grundsätzlich schnelle Bauweisen, weil die Bauphasen im Europa-Park immer sehr kurz sind. Hierfür ist Beton mit seiner Vielseitigkeit optimal geeignet.“

Auch wenn man den Beton am Ende häufig gar nicht sieht, ist dieser fast immer die Basis für moderne, individuelle Bauwerke. Der erste Meilenstein wurde bereits im Zeitplan erreicht: Am 24. Mai dieses Jahres eröffnete pünktlich das Hotel Krønasår im Europa-Park.

Quelle: Text und Bilder Sabine Schädle, Leiterin Kommunikation Holcim SGE, Europa Park Rust

Am 24. Mai dieses Jahres eröffnete pünktlich das Hotel Krønasår im Europa-Park.


Richtfest Rulantica am 11. Dezember 2018