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Infrastrukturbauten

Cudrex-Viadukt, Bussigny, Schweiz

Ductal®, eine einfache, wirksame und wirtschaftliche Lösung, um Kunstbauten zu schützen

Das Cudrex-Viadukt, das 1968 in Bussigny in der Nähe von Lausanne (Schweiz) errichtet wurde, steht mit mehr als 27 000 Fahrzeugen pro Tag an zweiter Stelle der meistbefahrenen Brücken des Kantons Waadt. Der Anteil von Lastkraftwagen ist besonders hoch und die Schäden, die in den letzten fünfzig Jahren verursacht wurden, mussten unbedingt repariert werden. Zwischen Mai und Oktober 2016 wurden deshalb die unumgänglichen Sanierungsarbeiten durchgeführt, um die Zukunft des Bauwerks zu sichern. Während die Unterkonstruktion aus Spannbeton noch in gutem Zustand war, näherten sich die Verbindungsfugen bereits dem Ende ihrer Lebensdauer und die Schutzplanken entsprachen nicht mehr den aktuellen Vorschriften. Das Besondere an dieser bedeutenden Baustelle war jedoch zweifellos die Aufbringung einer Schicht Ductal®, eines Ultrahochleistungs-Faserbetons (UHFB), um die Dichtheit der Unterkonstruktion der Brücke zu verstärken. Dieser hochmoderne Baustoff, der sechs- bis achtmal widerstandsfähiger als herkömmlicher Beton ist, bietet zahlreiche Vorteile, sowohl hinsichtlich seiner Langlebigkeit und Formbarkeit als auch hinsichtlich seiner Leistung in Sachen Dichtheit.



Ein Wettlauf gegen die Zeit

Da sich das Bauwerk auf einer Verkehrsachse ohne Umleitmöglichkeit befindet, mussten die Verkehrsunterbrechungen auf ein Minimum beschränkt werden. Es war deshalb unbedingt notwendig, dass der Verkehr nur samstags von 20:00 Uhr bis montags um 4:00 Uhr, unterbrochen wurde. Bei der Schliessung der Strasse machten sich die Arbeiter sofort daran, den Untergrund vorzubereiten (Höchstdruckwasserstrahlen, Reparatur der beschädigten Bereiche und Behandlung der freigelegten Eisen), bevor der BHFB-Beton aufgetragen wurde. Um an Effizienz und Zeit zu gewinnen, wurde der Ductal® vor Ort in einem mobilen Betonwerk hergestellt. So konnte der Materialtransport eingeschränkt und die Rezeptur den Bedingungen jeder Etappe angepasst werden.

Holcim Leistungen:

Beratung Tiefbaubeton

Sicherstellung hohe Betonqualität

Just-in-time Betonlieferung


Der Teufel steckt im Detail

Die Unterkonstruktion war nicht beschädigt, aber die Sekundä-relemente waren in schlechtem Zustand. So wurden die Verbin-dungsfugen und das Wasserabflusssystem ersetzt, das zuvor im Beton integriert war, wodurch es wenig wirksam und schwierig instand zu halten war. Beim neuen System handelt es sich um eine Leitung, die ausserhalb des Bauwerks angebracht wurde.
Die Randabschlüsse befanden sich ebenfalls in sehr schlechtem Zustand und bedurften zahlreicher nächtlicher Eingriffe, um sie instand zu setzen. Nicht zu vergessen sind auch die Schutzplanken, die nicht mehr den aktuellen Vorschriften entsprachen. Die Randabschlüsse wurden deshalb saniert und neue Schutzplanken angebracht. Die grosse Neuheit? Eine Schicht Ductal® schützt nun die Randabschlüsse vor Frost und Salz.

Aufbringung Ductal®

Schnell und wirtschaftlich

Angesichts der Bedeutung des Bauwerks musste eine rasche, wirtschaftliche und eine möglichst steuerungsfreie Lösung für den Benutzer gefunden werden. Der Ultrahoch-leistungs-Faserbeton war die logische Antwort auf dieses Problem. Dieses Material ist besonders dicht und undurch-lässig und erreicht viel bessere Widerstandswerte als herkömmlicher Beton. Dank einer bedeutenden Menge von Metallfasern, wird dieser Beton nicht rissig und garantiert einen absoluten Schutz der Unterkonstruktion. Ein weiterer Vorteil, der auch nicht zu verachten ist: Der Ductal® benötigt nur 18 Stunden von seiner Aufbringung bis zur Befahrung durch das erste Fahrzeug. Eine herkömmliche Dichtheitslösung hätte die komplette Stilllegung des Verkehrs während mindestens drei Wochen erfordert. 
Die Baustelle war einem grossen Zeitdruck ausgesetzt. Tatsächlich musste das Viadukt mit seiner neuen Dichtheit weniger als 18 Stunden nach der Materialaufbringung wie-der für den Verkehr geöffnet sein. Alle Arbeiten wurden innerhalb von weniger als 6 Monaten durchgeführt und der Ductal®-Einbau auf dem Brückenboden erfolgte in nur 8 Nächten auf einem Abschnitt von über 400 Metern. Da der BHFB-Beton noch nicht als befahrbare Oberfläche vorgese-hen ist, wurde eine Splitteinstreuung vorgenommen, um eine ausreichende Haftung für den Verkehr zu garantieren. In einer zweiten Phase wurde ein Belag zur Verbesserung der Rauheit und Schallabsorption aufgetragen.

Pascale Wolff, Projektleiterin der DGMR (Generaldirek-tion für die Mobilität und die Strassen) des Kantons Waadt, freut sich über die Verwendung des UHFB. «Es war die mit Abstand beste Lösung: die kostengünstigs-te, die effizienteste und die einfachste Lösung, was das Verkehrsmanagement betrifft», betonte sie in einem Interview, das sie im vergangenen September dem auf das Bauwesen spezialisierte Magazin Batimag gab. Die Projektleiterin erinnerte auch daran, dass sämtliche Lösungen zur Minimierung der Auswirkungen auf den Verkehr in Erwägung gezogen worden waren, selbst der Bau einer provisorischen Brücke. Diese Lösung hätte jedoch die Gesamtkosten mehr als verdoppelt, während diese dank der Verwendung des UHFB einen Betrag von 5,75 Mio. CHF nicht überschritten. Die Vorteile dieser neuen Technologie haben «die Arbeit auf der Entscheidungsebene enorm erleichtert», erklärte Pascale Wolff dem Magazin Batimag.


Am Bau Beteiligte

Auftraggeber
Kanton Waadt – (DGMR)
Bauleitung
Daniel Willi SA
Bauunternehmung        
Martin & Co
UHFB-Anbieter
LafargeHolcim