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Brücke

Brücke, Moneto im Centovalli, Schweiz

Kompetenz im Infrastrukturbau


Eine neue Brücke ersetzt ihr korrodiertes Vorgängerwerk und ermöglicht wieder die ungehinderte Erschliessung eines Bergdorfs im Centovalli. Eine Besonderheit stellte die Unternehmervariante beim Lehrgerüst dar, die den Neubau vom Pegelstand der gestauten Melezza unabhängig machte.

Projektbeschreibung

Unmittelbar vor der Grenze zu Italien zweigt im Centovalli ein schmales Strässchen von der engen Kantonsstrasse ab, führt hinunter zum Fluss Melezza, quert diesen und windet sich danach wieder hoch zum kleinen Bergdorf Moneto. Die hier zum Palagnedrasee gestaute Melezza wurde dabei von einer in den Fünfzigerjahren gebauten, feingliedrigen Bogenbrücke auf einer Länge von 103 Metern überspannt. Dieses Bauwerk musste wegen zu schlanker Elemente, vor allem aber aufgrund der schweren Korrosionsschäden mehrfach verstärkt werden. Eine Instandsetzung der zuletzt nur noch für Lasten bis neun Tonnen zugelassenen Brücke kam definitiv nicht mehr in Frage. Die neue Brücke setzt direkt neben der alten an und verfügt wie diese auch nur über eine, allerdings dreieinhalb Meter breite Fahrspur. Das in Längsrichtung leicht geneigte, elegante Sprengwerk mit einer Hauptspannweite von etwa fünfzig Metern führt in rund zwanzig Metern Höhe über die Melezza und sorgt wieder für einen sicheren Weg nach Moneto.

Anforderung

Um zu verhindern, dass wiederum Wasser ins Bauwerk eintritt und starke Korrosionserscheinungen auslöst, wurde auf Dilatationsfugen verzichtet. Daher liegen die Schleppplatten beidseits der Brücke auf je einer mit Teflon beschichteten Gleitfläche. Das Ausschreibungsprojekt hatte vorgesehen, den Palagnedrastausee während drei Wochen abzusenken. In dieser Zeit hätten die Gerüsttürme für das Lehrgerüst der neuen Brücke errichtet werden sollen. Da Termin- überschreitungen bei Wasserkraftanlagen aber schnell zu empfindlichen monetären Verlusten führen, drängte sich eine Alternative auf. Die ausgeführte Unternehmervariante schlug für das Lehrgerüst eine Rahmenkonstruktion vor. Diese massive Stahlkonstruktion ruhte auf beiden Seiten auf den Fundamenten der Sprengwerkstreben und war über Zugstangen an die Ufer zurückgebunden. Der mittlere Rahmenteil folgte erst, nachdem der 47 Meter lange Fachwerkträger – der Hauptteil des Lehrgerüsts – montiert war. Dieser riesige Träger war oberhalb der Baustelle auf dem Gelände eines Kieswerks komplett vormontiert worden, bevor er auf Flossen eingeschwommen und hochgezogen wurde. Die Fahrmischer hatten für die 38 Betonlieferungen eine enge, kurvenreiche und lange Strecke vom Betonwerk im Maggiatal bis zur Baustelle im Centovalli zurückzulegen. Ein Securitaseinsatz sorgte dabei für freie Fahrt und rechtzeitige Lieferungen, während ein dem Beton beigemischter Verzögerer den Abbindebeginn steuerte. Das Resultat lässt sich durchaus sehen: Der Beton entspricht qualitativ vollumfänglich den Erwartungen und überraschte zudem positiv mit einer sehr guten Verarbeitbarkeit.


Technische Daten zum Beton

Expositionsklassen
XC4, XD1, XD2, XF1
Druckfestigkeitsklasse
C30/37
Konsistenzklasse
C3
Grösstkorn
Dmax32
Chloridgehaltsklasse
Cl 0,10
Pumpbeton

Zement Normo 4
(CEM I 42,5 N): 350 kg/m3
Zusatzmittel/Fliessmittel
1,2%
Verzögerer
0,6%

Am Bau Beteiligte

Bauherr
Kanton Tessin, Dipartimento del territorio, Divisione delle costruzioni
Planung
Ingenieurgemeinschaft De Giorgi & Partners, Muralto und Ingegneri Pedrazzini, Lugano, mit Baserga Mozzetti Architetti, Muralto
Bauleitung
Divisione delle costruzioni, Area operativa del Sopraceneri
Unternehmen
Arge Ponte sulla Melezza: Muttoni SA, Bellinzona, F.lli Somaini SA, Grono
Betonwerk
Holcim Kies und Beton AG, Werk Avegno


Holcim Leistungen

Beratung Beton in Spezialanwendung

Just-in-time-Betonlieferung unter erschwerten Strassenbedingungen